Geschichte

Die Freiwillige Feuerwehr Erlabrunn wurde am 14. Oktober 1864, auf Anregung der damaligen Gemeindeverwaltung Josef Weckesser (Gemeindevorsteher), Matthias Martin (Gemeindepfleger), Sebastian Eckert, Veit Flach, Johann Müller, Johann Stockmann und Johann Oppmann bei einer Versammlung im Gasthaus "Zum Adler" gegründet. Die Wehr ist somit die 4. Älteste Wehr im Amtsbezirk Würzburg.
Der Verein hatte anfänglich mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da die nach der Gründung nunmehr anstehenden Anschaffungen einer Löschmaschine (Saug- und Druckspritze) und Ausrüstungsgegenständen wie Feuereimer, Feuerleitern usw. mit großen Kosten verbunden waren. Da die Gemeinde zu dieser Zeit stark verschuldet war, mussten die Wehrmänner ihre Uniform aus eigenen Mitteln bezahlen. Die Kosten für benötigte Ausrüstungsgegenstände musste der Verein selbst aufbringen.


Historische Bild der FF Erlabrunn

  • 1870 wurde ein Nebengebäude von Johann Söllner für die Unterbringung der Löschgerätschaften angemietet. Durch die stetige Erweiterung und Erwerb von Löschgeräten wurde
  • 1877 der Neubau eines Feuerwehrhauses in Angriff genommen.
  • Bereits 1914 wurde die Ausbildung der Feuerwehrkameraden ernst genommen. Eine Ausbildung „Verhalten bei Bränden in der Nähe von elektrischen Anlagen“ durchgeführt, da in der Nachbargemeinde Zellingen schon elektrische Beleuchtung vorhanden war.
  • Aufgrund des Kriegsdienstes vieler Männer wurde 1917 die Altersgrenze für Pflichtübungen auf 60 Jahre heraufgesetzt.
  • Im Mai 1927 wurde bereits einer der ersten Hydranten in der Röthe installiert.
  • 1930 schließt sich die Feuerwehr Erlabrunn dem Antrag des Gesangvereins an, dass beide Vereine am Faschingsmontag alljährlich für die gefallenen und verstorbenen Kameraden einen Seelengottesdienst abhalten. Der Vorschlag tritt sofort in Kraft.
  • 1932 wurde eine neue Motorspritze, Fabr. Paul Ludwig aus Bayreuth an die Gemeinde Erlabrunn übergeben und vorgeführt.
  • 1936 konnte die Wehr 78 aktive Wehrmänner verzeichnen.
  • Nach der Bombardierung Würzburgs, im März 1945, war die Feuerwehr Erlabrunn zum Löscheinsatz auf der Festung Marienberg zur Rettung des Südflügels eingesetzt.
  • Während des 2. Weltkrieges wurde das Löschwesen durch ältere Einwohner gewährleistet und es wurden 50 Mädchen im Feuerlöschwesen ausgebildet.
  • 1946 werden alle männlichen Personen vom 18. bis 35. Lebensjahr zur Pflichtfeuerwehr aufgefordert.
  • Die letzten Feuerwehrmitglieder kommen 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurück.
  • Der Neuaufbau der Feuerwehr wird nach Kriegsende, durch Neuanschaffungen von Ausrüstungsgegenständen, Schlauchmaterial, Helme, Mützen usw. begonnen. Die Mitgliederzahl beträgt 1950 einschließlich der Vermissten 113.
  • Von 1953 bis 1954 wird das alte Feuerwehrhaus aufgegeben und man zieht mit dem Löschgerät in eine erworbene Autohalle von Ludwig Weckesser um. Diese wurde umgebaut und sogleich ein Schlauchtrockenturm errichtet.
  • Ebenfalls 1954 wurde eine Vereinsfahne bei der Firma Buri in Auftrag gegeben.
  • Die erste Sirene wurde 1955 angeschafft und auf dem Schulhaus installiert.
  • Im Jahre 1958 wurde die neu angeschaffte fahrbare Motorspritze, Fabr. Bachert mit Wasserringpumpe und Gasstrahler, in Betrieb genommen.
  • 1970: Katastropheneinsatz bei Hochwasser am Main, Höchststand von 1909 wurde fast erreicht, Keller der Häuser am Main mussten leer gepumpt werden.
  • 1976: Segnung und Übernahme eines umgebauten Feuerlöschfahrzeuges (Mercedes-Kleinbus) für den Feuerschutz in Erlabrunn. Der Umbau wurde in 700 freiwilligen Arbeitsstunden unter Führung des 1. Kdt. Horst Eckert durch die Feuerwehrmitglieder durch geführt.
  • 1987: Anschaffung und Übernahme eines neuen Feuerlöschfahrzeuges LF 8.
  • 1995: Aufnahme von weiblichen Feuerwehrmitgliedern für den aktiven Dienst.
  • 1996: 27.Oktober. Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses (Ausbau des kompl. Dachgeschosses durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in 1600 freiwilligen Arbeitsstunden, für Schulungsräume und Veranstaltungsräume).
  • 1997: 1. Mai. Erste feierliche Maibaumaufstellung vor dem Feuerwehrgerätehaus.
  • 1998: Eintragung der Freiwilligen Feuerwehr in das Vereinsregister als gemeinnütziger Verein.
  • 2000: 12.November. Feierliche Segnung und Übernahme des neuen Mehrzweckfahrzeuges Mercedes Sprinter und des gebraucht erworbenen Tanklöschfahrzeuges TLF 16/25.
  • 2002: Übernahme eines gebraucht erworbenen K-Rettungsbootes durch die Freiwillige Feuerwehr.
  • 2010: Die im LF 8 vorhandene TS 8/8 wird durch eine neue PFPN Fox 3 ersetzt und die Jugend der Feuerwehr wählt erstmals einen eigenen Vorstand/Jugendsprecher.
  • 2011: Der Rettungssatz des LF 8 wird durch einen neuen Komplettsatz bestehend aus Schere, Spreizer, Rettungszylinder, Agregat und zugehöriges Material ersetzt.

  • 2014: Anschaffung einer Wärmebildkamera zur Hilfe bei der Brandbekämpfung und Personensuche. 150-jähriges Gründungsfest.
Freitag, 24. Februar 2017

Designed by LernVid.com